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Dem Mittelstand entgehen 30 Mrd. Euro

Aufgrund des Fachkräftemangels - vulgo: „qualifizierter Mitarbeiter“ - entgehen dem Deutschen Mittelstand in diesem Jahr mindestens 30 Mrd. Euro. Das hat die Beratungsgesellschaft Ernst & Young hochgerechnet: „Und das ist noch eine konservative Rechnung, man könne leicht zu einer höheren Zahl kommen“, so Peter Englisch, Leiter Mittelstand bei Ernst & Young – und er ergänzt: „Die Umsatzeinbußen werden steigen.“

Nichts wirklich Neues: Bereits im Dezember 2007 war das Thema „Umsatzeinbußen aufgrund des Fachkräftemangels“ en vogue. Damals wies die FAZ darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft durch das Fehlen von „qualifizierten Mitarbeitern“ einen „Wertschöpfungsverlust“ in Höhe von18,5 Mrd. Euro erlitte.

Ernst & Young spricht nur vom deutschen Mittelstand – dafür ist die Zahl deutlich höher. Was schätzen wir für das Jahr 2015 – also noch einmal vier Jahre weiter? Sicher noch einmal höher!

Der DGB verlangt, zwingend logisch, man müsse „alle Potenziale im eigenen Land“ heben.

Macht „man“ aber heute so wenig wie 2007.

Stattdessen haben wir erst in diesem Monat wieder die Erfahrung machen müssen, dass Mittelständler die für eine unternehmenskritische Aufgabe vorgeschlagenen Interim Manager als „überqualifiziert“ abgelehnt haben. Das ist dann die hohe Schule: „Wir kommen nicht weiter, weil die Leute, die uns zur Verfügung stehen, zu viel drauf haben!“

Schon seltsam: Interim Management kann Lücken im Mittelstand schließen – sicher nicht alle, jedoch ebenso sicher viele kritische. Aber der Mittelstand greift nicht konsequent auf diese Möglichkeit zurück.

Vier Jahre später - aber keinen Schritt weiter: Unverständlich!

Jürgen Becker, MANATNET

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